30.Sep
2009
Kategorie: News |
“Von der neuen Bundesregierung erwarten wir eine Fortsetzung des bisherigen Engagements zugunsten der Hochschulen in den Ländern sowie eine zügige Umsetzung der hochschulpolitischen Ankündigungen. Auch nach der Föderalismusrefom hat der Bund eine aktive und hilfreiche hochschulpolitische Rolle gespielt. Diese Politik muss fortgesetzt werden. Insbesondere erwarten die Hochschulen, dass die beschlossenen Programme mit Bundesbeteiligung umgesetzt werden.” Dies erklärte HRK-Präsidentin Prof. Dr. Margret Wintermantel heute in Bonn.
Ein attraktives Studienangebot auch bei wachsenden Studierendenzahlen und die Förderung einer Forschung an den Hochschulen müssten auf der Agenda ganz oben stehen. “Ich erwarte, dass die Bundesregierung in neuer Konstellation ihre Haushaltspolitik konsequent daran ausrichtet. Der Bund hat mit den beiden genannten Programmen sehr wichtige Pflöcke eingeschlagen. Zu deren Fortsetzung gibt es keine Alternative.”
“Wir brauchen auch neue Initiativen”, so Wintermantel. “Die soziale Situation der Studierenden ist nach wie vor nicht ausreichend gesichert. Das wirkt sich negativ auf Studienzeiten, Abbruchquoten und die grundsätzliche Neigung zu studieren aus. Das ist – ganz abgesehen von dem individuellen Recht auf Bildung – volkswirtschaftlich falsch. Das BAföG sollte daher endlich so erhöht werden, dass der Lebensunterhalt gesichert ist und alle Studierenden, die diese Unterstützung benötigen, sie auch bekommen.”
Besonders die FDP habe im Wahlkampf die Bedeutung von Bildung und Forschung betont. Als Regierungspartei sei sie nun gefordert, die geweckten Erwartungen zu erfüllen.
“Die Hochschulrektorenkonferenz wird nach einer hoffentlich zügigen Regierungsbildung sehr schnell das Gespräch mit den Parlamentariern und der neuen Bundesregierung suchen und die Interessen von Studierenden und Wissenschaftlern vehement vertreten. Die Hochschulen sind die Zentren des deutschen Wissenschaftssystems. Wir brauchen einen Bundestag und eine Bundesregierung, die sie bei dieser Aufgabe nach Kräften unterstützen.”
9.Dez
2008
Kategorie: News |
Gute Nachrichten für alle Studierenden an Bayerns Hochschulen: Bereits mit dem nächsten Semester werden keine Verwaltungskostenbeiträge mehr erhoben. Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch betont: “Das ist eine große Entlastung für die Studierenden und wir freuen uns, dass wir dies so schnell umsetzen konnten.”
Wissenschafts- und Finanzministerium hatten sich zuvor gemeinsam auf die schnelle Umsetzung verständigt. Die entsprechende Gesetzesänderung wird im Entwurf des Haushaltsgesetzes zum Doppelhaushalt 2009/10 enthalten sein. Um eine große Zahl von späteren Rücküberweisungen des Beitrags zu vermeiden, hat Staatsminister Heubisch die Hochschulen gebeten, im Vorgriff auf die geplante Regelung schon jetzt von der Erhebung zum Sommersemester 2009 abzusehen. Die Studierenden brauchen ab sofort den Verwaltungskostenbeitrag in Höhe von 50 Euro nicht mehr zu entrichten. Wer ihn schon gezahlt hat, kann die Rücküberweisung beantragen oder den Beitrag mit künftigen Abgaben an die Hochschule verrechnen lassen.
Heubisch hob hervor: “Wir wollen, dass jeder begabte junge Mensch in Bayern studieren kann und hervorragende Studienbedingungen vorfindet. Die Abschaffung der Verwaltungskostenbeiträge, die bisher in den Staatshaushalt flossen und nicht der Verbesserung der Studienbedingungen dienten, ist daher ein wichtiger Schritt, weitere werden folgen. So werden wir unter anderem die Studienbeiträge noch stärker als bisher sozialverträglich ausgestalten.”
(Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst)
26.Nov
2008
Kategorie: News |
Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart begrüßt die Ankündigung der Universität Köln, 50 neue Professuren aus Studienbeiträgen zu finanzieren. “Die Universität Köln hat mit ihrer Ankündigung ein vorbildliches Zeichen für die Verwendung von Studienbeiträgen gesetzt. Der Trend ist zu erkennen, dass die Hochschulen die Studienbeiträge vermehrt auch in zusätzliches qualifiziertes Lehrpersonal investieren.”
Auch an anderen Hochschulen wie der Universität Bonn (sieben) oder der Fachhochschule Bielefeld (vier volle, zwei halbe) sind neue Professuren, die mindestens anteilig aus Studienbeiträgen finanziert werden, bereits besetzt, im Berufungsverfahren oder in Planung. Pinkwart forderte die Hochschulen auf, diesen guten Beispielen zu folgen. “Ich begrüße diesen Trend ausdrücklich und möchte die Hochschulen ermutigen, sich hier noch stärker zu engagieren.” Denn jede zusätzliche Professur aus Studienbeiträgen verbessere die Betreuungsrelation, weil diese Professuren nicht kapazitätsrelevant sind. Da Studienbeiträge keine Landesmittel sind, müssen die Hochschulen für daraus geschaffene neue Stellen keine zusätzlichen Studierenden aufnehmen.
“Das heißt, der Kern guter Lehre und guter Studienbedingungen wird besser, nämlich die Betreuung der Studenten durch die Professoren”, sagte Pinkwart. “Was für Hessen übrigens zukünftig nicht mehr gilt: Denn dort werden zusätzliche Professuren automatisch und direkt kapazitativ wirken, selbst wenn die Studienbeiträge 1:1 durch staatliche Zuschüsse ersetzt würden.”
8.Nov
2008
Kategorie: News |
Studiengebühren schrecken deutsche Studienanfänger nicht so sehr ab, wie bei der Einführung angenommen. Das geht aus einer Befragung des Hochschul-Informations-Systems (HIS) von mehr als 5.000 Abiturienten hervor.
Der Anteil der Studienberechtigten, die sich durch Studiengebühren vom Studium abschrecken lassen, liegt somit zwischen mindestens 1,4 Prozent (eine Studienaufnahme wird definitiv ausgeschlossen) und maximal 4,4 Prozent (ein Studium wird zum Teil noch in Erwägung gezogen). Laut dem HIS sind das zwischen 6.000 und 18.000 Studienberechtigte. Dabei verzichten junge Frauen und Kinder aus hochschulfernen Elternhäusern überdurchschnittlich auf das Studium.
Da nicht in allen Bundesländern Gebühren zu zahlen sind, versuchen die Studierenden, sie zu umgehen. Sechs Prozent gaben an, ihr Studium gezielt an einer Uni aufzunehmen, die keine Gebühren einhebt.
Im Gegensatz dazu entscheiden sich zwei Prozent der Studienanfänger bewusst für eine Uni mit Studiengebühr. Ihre Motivation: Sie erwarten sich eine bessere Ausbildung.
(Quelle: www.derstandard.at)
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