12.Nov
2008
Kategorie: News |
Pünktlich zum Semesterbeginn haben sich die drei Brandenburger Universitäten, fünf Fachhochschulen, die Hochschule für Film und Fernsehen und das Wissenschaftsministerium über eine Weiterentwicklung der strukturierten Studieneingangsphase verständigt und hierzu entsprechende Standards vereinbart. Die Strukturierte Studieneingangsphase soll den Studienanfängern helfen, sich an der Hochschule zu orientieren, ihnen den Start erleichtern und damit zu weniger Studienabbrüchen und Fachwechseln beitragen.
Unter anderem verpflichten sich die Hochschulen, Studienanfänger bei einer schnellen Orientierung und sozialen Integration zu unterstützen, sie in das studentische Leben einzubinden und an die studentische Selbstverwaltung heranzuführen sowie ihnen zügig hochschulisches, selbstverantwortetes Lernen und wissenschaftliches Arbeiten zu vermitteln. Außerdem sollen sie schnell notwendiges Grundlagenwissen für das gewählte Studienfach ebenso erhalten, wie allgemeine Schlüsselkompetenzen. Die Vereinbarkeit von Studium und Familie soll gewährleistet werden und eine zügige Integration ausländischer Studierender.
“Wir sind mit der vom Vorsitzenden der Brandenburgischen Rektorenkonferenz und mir unterzeichneten Vereinbarung einmal mehr Schrittmacher im bundesweiten Vergleich. Neben der Steigerung der Studienanfängerzahlen nehmen wir mit der Strukturierten Studieneingangsphase ein weiteres wichtiges Ziel in den Blick, nämlich die Qualität und Attraktivität von Lehre und Studium zu erhöhen”, betonte Wissenschaftsministerin Wanka.
Der Vorsitzende der Brandenburgischen Landesrektorenkonferenz und Präsident der Fachhochschule Lausitz Prof. Dr. Günter H. Schulz unterstrich: “Die optimale Nutzung der eingesetzten Ressourcen zielt nicht nur auf eine hohe Studienmotivation und Leistungsbereitschaft ab, sondern auch auf die Freude der Studierenden am Studium an den Brandenburger Hochschulen.”
(Quelle: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg)
8.Nov
2008
Kategorie: News |
Studiengebühren schrecken deutsche Studienanfänger nicht so sehr ab, wie bei der Einführung angenommen. Das geht aus einer Befragung des Hochschul-Informations-Systems (HIS) von mehr als 5.000 Abiturienten hervor.
Der Anteil der Studienberechtigten, die sich durch Studiengebühren vom Studium abschrecken lassen, liegt somit zwischen mindestens 1,4 Prozent (eine Studienaufnahme wird definitiv ausgeschlossen) und maximal 4,4 Prozent (ein Studium wird zum Teil noch in Erwägung gezogen). Laut dem HIS sind das zwischen 6.000 und 18.000 Studienberechtigte. Dabei verzichten junge Frauen und Kinder aus hochschulfernen Elternhäusern überdurchschnittlich auf das Studium.
Da nicht in allen Bundesländern Gebühren zu zahlen sind, versuchen die Studierenden, sie zu umgehen. Sechs Prozent gaben an, ihr Studium gezielt an einer Uni aufzunehmen, die keine Gebühren einhebt.
Im Gegensatz dazu entscheiden sich zwei Prozent der Studienanfänger bewusst für eine Uni mit Studiengebühr. Ihre Motivation: Sie erwarten sich eine bessere Ausbildung.
(Quelle: www.derstandard.at)
13.Dez
2007
Kategorie: News |
Im Jahr 2007 haben insgesamt 358.217 junge Menschen in Deutschland ein Studium aufgenommen, das sind 13.250 oder 3,8 Prozent mehr als im Jahr 2006. Die am Mittwoch vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zeigen, dass der in den vergangenen Jahren zu beobachtende Abwärtstrend bei den Studienanfängerzahlen in 2007 gestoppt ist. Bundesbildungsministerin Annette Schavan zeigte sich erfreut: “Der positive Trend ist insbesondere auch ein Erfolg des Hochschulpakts 2020. Unser Ziel ist es, 40 Prozent eines Jahrgangs für ein Hochschulstudium zu gewinnen. Gemeinsam mit den Ländern haben wir mit dem Hochschulpakt 2020 eine wichtige Grundlage geschaffen, die jetzt positive Auswirkungen zeigt. Die Hochschulen haben einen ersten Meilenstein erreicht, um die im Hochschulpakt vereinbarte Zielmarke von rund 90.000 zusätzlichen Studienanfängern zu erreichen. Die Zahlen zeigen aber auch, dass hierfür noch erhebliche Anstrengungen notwendig sind.” Die Studienanfängerquote liegt in diesem Jahr bei 36,6 Prozent, im Studienjahr 2006 lag sie noch bei 35,7 Prozent.
Insbesondere die Hochschulen in den neuen Ländern können einen deutlichen Zuwachs verzeichnen: Die Zahl der Studienanfänger ist dort um knapp 9 Prozent gegenüber 2006 gestiegen. “Das Ergebnis zeigt, dass die Hochschulen in den neuen Ländern in der Beliebtheit der Studienanfänger deutlich gewonnen haben”; betonte Schavan.
Erfreulich sind zudem die Ergebnisse für einige der so genannten MINT-Fächer. Die Zahl der Studierenden im 1. Fachsemester ist in den Fächern Informatik um 4 Prozent, im Maschinenbau/Verfahrenstechnik um 9,8 Prozent, in der Elektrotechnik um 3,5 Prozent und im Bauingenieurwesen um 17,9 Prozent gestiegen.
Die Zahlen zeigen zudem, dass die zusätzlichen Mittel des Hochschulpaktes von vielen Ländern insbesondere zum Ausbau der Fachhochschulen eingesetzt werden. Die Zahl der Studienanfänger liegt dort mit 118.204 in diesem Jahr um 8,3 Prozent höher als im Jahr 2006 (109.189).
In dem im Juni 2007 zwischen Bund und Ländern geschlossenen Hochschulpakt 2020 wurde die Aufnahme von rund 90.000 zusätzlichen Studienanfängern bis 2010 vereinbart. Der Bund stellt bis 2010 hierfür Mittel in Höhe von 565 Millionen Euro zur Verfügung.