Auch im Schuljahr 2010/11 können im Saarland in bestimmten Bedarfsfächern Bewerber, die kein Lehramts-, sondern ein Diplom- oder Magister-Studium absolviert haben, im Rahmen des Seiteneinsteigerprogramms in den Schuldienst eintreten. Das Programm richtet sich an Hochschulabsolventen, die an Erweiterten Realschulen, Gesamtschulen und an Gymnasien unterrichten möchten.
Im Rahmen des Seiteneinsteigerprogramms werden die Bewerber innerhalb von zwei Jahren durch zusätzliche Qualifizierungsmaßnahmen auf den Schuldienst vorbereitet. Bedarfsfächer im Schuljahr 2010/11 sind im Bereich der Erweiterten Realschulen und Gesamtschulen Mathematik, Biologie, Physik und Chemie. Bei den Gymnasien und Gesamtschulen für den Bereich der Gymnasien (Klasse 5-13) werden Seiteneinsteiger für die Fächer Mathematik in Verbindung mit Physik und Physik gesucht.
Nähere Informationen zum Seiteneinsteigerprogramm sind abrufbar unter der Internetadresse www.bildungsserver.saarland.de.
Ergebnisse einer Umfrage der Initiative D21 zeigen, dass digitale Medien und Unterricht an deutschen Schulen immer noch getrennte Welten darstellen. Eltern bewerten dies besonders kritisch: Nur vier Prozent beurteilen den Einsatz von Computern in Schulen als ausgezeichnet. Beinahe zwei Drittel sehen dagegen deutlichen Verbesserungsbedarf.
Dies ist auch geboten, denn nur bei 35 Prozent der Schüler kommt der Computer mindestens einmal pro Woche im Unterricht (ohne Informatik) zum Einsatz. Bei 30 Prozent findet ein Arbeiten am PC außerhalb des Informatikunterrichts überhaupt nicht statt. Auch die Lösung, dass Schüler ihr eigenes Notebook in die Schule bringen können, um diesen Zustand zu ändern, ist bisher kaum in die Klassenzimmer vorgedrungen. Nur bei 15 Prozent ist dies überhaupt möglich. Zusätzlich gibt es noch erhebliche Unterschiede innerhalb des dreigliedrigen Schulsystems: Lediglich vier Prozent der Hauptschüler und 13 Prozent der Realschüler können ihr eigenes Notebook mitbringen, dagegen immerhin 27 Prozent der Gymnasiasten.