Der Termin für die nächste Hochschulmesse im kommenden Jahr steht fest. Die regionale Bildungsmesse mit Hochschulen Bonn, Köln, Aachen, Koblenz und Region findet am Dienstag, 26. Januar 2010, in der Zeit von 14 bis 18 Uhr in der Beethoven Halle in Bonn statt. Die neue Ausstellerliste sowie das Vortrags-Programm sind bereits online.

Das Bundesbildungsministerium hat die Fördermittel für beruflich Begabte um 50 Prozent auf sechs Millionen Euro aufgestockt. So stehen bis Ende 2009 Stipendien für bis zu 1.500 Studierende zur Verfügung. Im Sommer 2008 startete Bundesbildungsministerin Annette Schavan das Programm Aufstiegsstipendien. Damit erhalten beruflich besonders begabte Menschen einen Anreiz, ein Studium aufzunehmen und sich so zusätzlich weiter zu bilden. “Wir wollen die Aufstiegschancen für alle verbessern und unterstützen deshalb beruflich Qualifizierte bei ihrem Weg in die Hochschulen”, sagte Schavan.

Das Programm wird von der Stiftung Begabtenförderungswerk berufliche Bildung gGmbH (SBB) durchgeführt. Jetzt beginnt die Förderung der ersten 500 Stipendiatinnen und Stipendiaten. Ab sofort ist die zweite Bewerbungsrunde eröffnet. Die Nachfrage ist sehr hoch. So zählte das Ministerium sieben Wochen nach Beginn des Programms bereits über 2.000 Bewerbungen. Deshalb hat es sich entschlossen, die noch zu vergebende Zahl von 500 Stipendien auf 1.000 zu erhöhen.

Die Bundesregierung fördert vor allem Berufserfahrene, die die Möglichkeit des Hochschulzugangs durch Ausbildung, Fortbildung oder Berufspraxis erworben haben. Drei Viertel der bisher ausgewählten Stipendiatinnen und Stipendiaten sind älter als 25 Jahre. Ein Drittel von ihnen verfügt über die allgemeine Hochschulreife, die wiederum in vielen Fällen über den zweiten Bildungsweg erlangt wurde. Knapp 40 Prozent der Stipendiatinnen und Stipendiaten planen ein Studium im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik).

Für Studierende im Vollzeitstudium beträgt das Aufstiegsstipendium 650 Euro sowie 80 Euro Büchergeld im Monat. Zusätzlich gibt es eine Kinderbetreuungspauschale von 113 Euro für das erste Kind und jeweils 85 Euro für jedes weitere. Stipendiatinnen und Stipendiaten, die in einem berufsbegleitenden Studiengang studieren, erhalten jährlich 1.700 Euro für Maßnahmekosten.

Bund und Länder haben sich auch darüber verständigt, dass bis 2010 der Hochschulzugang ohne Abitur erleichtert werden soll. Dafür wird es vor allem flexiblere Regelungen für die Anerkennung beruflichen Qualifikationen geben.

(Quelle: Bundesbildungsministerium)

Pünktlich zum Semesterbeginn haben sich die drei Brandenburger Universitäten, fünf Fachhochschulen, die Hochschule für Film und Fernsehen und das Wissenschaftsministerium über eine Weiterentwicklung der strukturierten Studieneingangsphase verständigt und hierzu entsprechende Standards vereinbart. Die Strukturierte Studieneingangsphase soll den Studienanfängern helfen, sich an der Hochschule zu orientieren, ihnen den Start erleichtern und damit zu weniger Studienabbrüchen und Fachwechseln beitragen.

Unter anderem verpflichten sich die Hochschulen, Studienanfänger bei einer schnellen Orientierung und sozialen Integration zu unterstützen, sie in das studentische Leben einzubinden und an die studentische Selbstverwaltung heranzuführen sowie ihnen zügig hochschulisches, selbstverantwortetes Lernen und wissenschaftliches Arbeiten zu vermitteln. Außerdem sollen sie schnell notwendiges Grundlagenwissen für das gewählte Studienfach ebenso erhalten, wie allgemeine Schlüsselkompetenzen. Die Vereinbarkeit von Studium und Familie soll gewährleistet werden und eine zügige Integration ausländischer Studierender.

“Wir sind mit der vom Vorsitzenden der Brandenburgischen Rektorenkonferenz und mir unterzeichneten Vereinbarung einmal mehr Schrittmacher im bundesweiten Vergleich. Neben der Steigerung der Studienanfängerzahlen nehmen wir mit der Strukturierten Studieneingangsphase ein weiteres wichtiges Ziel in den Blick, nämlich die Qualität und Attraktivität von Lehre und Studium zu erhöhen”, betonte Wissenschaftsministerin Wanka.

Der Vorsitzende der Brandenburgischen Landesrektorenkonferenz und Präsident der Fachhochschule Lausitz Prof. Dr. Günter H. Schulz unterstrich: “Die optimale Nutzung der eingesetzten Ressourcen zielt nicht nur auf eine hohe Studienmotivation und Leistungsbereitschaft ab, sondern auch auf die Freude der Studierenden am Studium an den Brandenburger Hochschulen.”

(Quelle: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg)

Um Bildungsangebote besser nutzen zu können, bedarf es einer umfassenden und gezielten Beratung. Eine im Auftrag des Bundesbildungsministeriums erschienene Studie zeigt, dass Beratung in Deutschland zumeist sektoral und regional spezifisch erfolgt. “Um die Leistungsfähigkeit unseres Bildungssystems zu verbessern und lebenslanges Lernen effektiv zu fördern, brauchen wir einheitliche Qualitätsstandards in der Beratung”, sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan am Freitag in Berlin. “Unabhängig von regionalen Unterschieden oder der Art der Beratung sind deutschlandweite Beratungsstandards wichtig. Diese gilt es, zu formulieren und gezielt umzusetzen.”

Die von Ramboell Management für das Bundesministerium für Bildung und Forschung durchgeführte Untersuchung gibt erstmals Auskunft darüber, wer in Deutschland für welche Bevölkerungsgruppen, mit welchen Ressourcen und Konzeptionen Beratung anbietet. Bildungs- und Berufsberatung wird in Deutschland von einer Vielzahl von Institutionen angeboten, dabei oft begrenzt auf einen speziellen Kreis von Beratungssuchenden. “Die Studie zeigt, dass wir neben mehr Transparenz vor allem eine Professionalisierung der Beraterinnen und Berater brauchen”, so Schavan. Beratung wird in Deutschland fast ausschließlich mit öffentlichen Mitteln finanziert. “Die Weiterentwicklung der Qualität in der Beratung ist eine aktuelle Aufgabe, der sich alle EU-Staaten verschrieben haben. Die Studie bietet hier Anbietern, Financiers und Nutzern wichtige Hinweise”, so die Ministerin.

Die Studie basiert auf einer bundesweiten Umfrage, an der sich fast 9.500 Beratungsanbieter beteiligt haben. Sie liefert eine Bestandsaufnahme der bestehenden Angebote der Bildungs-, Berufs- und Beschäftigungsberatung und ermittelt zudem die dabei verfolgten Qualitätsstandards.