Der Standort Deutschland profitiert vom zunehmenden Auslandsengagement der deutschen Unternehmen. Allein die Exportwirtschaft hat seit Juli 2006 in Deutschland zusätzlich rund 200.000 Arbeitsplätze geschaffen. Selbst der wachsende Einsatz von Kapital im Ausland bringt ein deutliches Plus an inländischer Beschäftigung. Das ist das zentrale Ergebnis der Umfrage “Going International 2007″, die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern (IHKs) und deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) durchgeführt hat. Insgesamt 3.600 auslandsaktive Unternehmen im In- und Ausland haben sich daran beteiligt.

Erfolgreiche deutsche Unternehmen sind im Ausland breit aufgestellt, der Internationalisierungsgrad ist hoch – nicht nur bei den “Global Playern”. Typische Mittelständler sind im Schnitt auf 16 Auslandsmärkten aktiv. Die Frage, wo sich Mittelständler engagieren, hängt entscheidend davon ab, auf welchen Märkten sie die größten Wachstumspotenziale sehen. Und die liegen nicht immer in den Megamärkten: In Ländern wie Rumänien, Griechenland, den baltischen Staaten, Weißrussland und den lateinamerikanischen Ländern wird die größte Dynamik in der Geschäftsentwicklung der nächsten Jahre erwartet. Dagegen verspricht sich die Wirtschaft von den europäischen Märkten, in denen deutsche Unternehmen traditionell ihre Haupthandelspartner finden, keine derart dynamischen Wachstumspotenziale.

Eine kleine Portion Glück gehört sicherlich dazu, wenn ein Austauschaufenthalt im Ausland zu einem Erfolg werden soll. Viel wichtiger jedoch ist umfassende Information vor und die richtige Einstellung der Schülerinnen und Schüler während des Aufenthaltes. Wenn beides zusammentrifft, sind die besten Voraussetzungen geschaffen, damit ein glücklicher Austausch stattfinden wird.

Unter dieser Zielsetzung führt die Bonner Austauschorganisation STEP IN mehrmals im Jahr in vielen Städten Deutschlands Informationsveranstaltungen über Schulaufenthalte im Ausland durch. Eltern und Schüler werden eingeladen, sich über die Inhalte der High School Programme zu informieren. Die einzelnen Programmländer sind dabei ebenso Thema wie die verschiedenen Schulsysteme, Gastfamilien und Erwartungen der Teilnehmer. “Wichtig ist die offene Einstellung der Schülerinnen und Schüler. Wer im Ausland das Gleiche vorfinden will wie zu Hause, wird in seinen Hoffnungen wahrscheinlich enttäuscht werden”, meint Jutta Brenner, Leiterin der STEP IN High School-Abteilung. STEP IN vermittelt seit über zehn Jahren Schulaufenthalte nach Australien, Kanada, Neuseeland und Kanada. Auch Südafrika, Argentinien, Brasilien und einige europäische Länder sind im Programm.

“Wir wollen bei den Informationsveranstaltungen ein möglichst realistisches Bild der Auslandsaufenthalte vermitteln”, so Jutta Brenner. Termine der Info-Tour durch Deutschland, die im Januar beginnt, sind der 8. Januar in Bonn, der 9. Januar in Berlin und der 10. Januar in Hannover. Die kanadischen Partner und Vertreter des Class-A-Float-Programms, den High School-Aufenthalt mit Weltumseglung, werden am 14. Januar in München, am 15. Januar in Heidelberg und am 16. Januar in Frankfurt mit dabei sein.

Studium ist heute mehr als das Lernen an der heimischen Hochschule. Internationale Mobilität ist gefragt und gefordert! Ob Auslandssemester, Jahresaufenthalt, Praktikum, Sprachkurs oder Recherchearbeit: Nicht nur fachliche Gründe sprechen für den Blick und den Sprung über den Tellerrand. PersönlicheFähigkeiten erproben und weiterentwickeln, den Erfahrungshorizont erweitern, weltweit neue Freunde gewinnen – das sind Chancen, die ein Auslandsaufenthalt vor allem auch bietet. Die Kampagne “go out! studieren weltweit” soll Studierende über die verschiedenen Möglichkeiten informieren und dazu motivieren, Auslandsaufenthalte während des Studiums zu wagen und einzuplanen. Das ist verbunden mit dem Appell an die Hochschulen, Rahmenbedingungen für diese Mobilität zu gewährleisten.

Die Bundesregierung und der Deutsche Akademische Austausch Dienst haben sich das Ziel gesetzt, innerhalb der nächsten Jahre den Anteil deutscher Studierender mit studienbezogenen Auslandsaufenthalten – die neben dem Studium auch Praktika, Abschlussarbeiten, Sprach- und Fachkurse mit einschließen – deutlich zu erhöhen.

Diesem Ziel dient eine umfassende Informations- und Werbekampagne für das Auslandsstudium, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Deutsche Akademische Austausch Dienst gemeinsam initiieren. Die Kampagne “go out! studieren weltweit” setzt die im Jahr 2001 begonnene Kampagne “go east – Studium, Forschung, Praktikum in Osteuropa in den Ländern der GUS” fort und bezieht die anderen Regionen der Welt ein. Ein wichtiger Aspekt ist dabei, Studierende besonders zu Auslandsaufenthalten in Ländern anzuregen, die nicht im üblichen Fokus liegen, aber ebenfalls attraktive Bedingungen für Studium, Recherchen für Abschlussarbeiten, Forschung und Praktika bieten: Asien, Lateinamerika und Afrika.

Rund 58.000 der statistisch erfassten deutschen Studierenden sind jährlich zu Studienaufenthalten in Europa und Nordamerika unterwegs, aber nur 4.000 gehen in Länder der anderen Kontinente. Die Globalisierung des wirtschaftlichen und sozialen Handelns und das Auftauchen neuer “global player” macht für künftige Fach- undFührungskräfte einen Wechsel von Perspektiven und die
Horizonterweiterung zu einer Notwendigkeit. Für Hochschulen und Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft sind Studierende und
Absolventen mit internationalen Erfahrungen immer wichtiger!