17.Feb
2010
Kategorie: News |
Auch hochqualifizierten Arbeitsuchenden fällt es häufig schwer, ihre Kompetenzen auf dem Arbeitsmarkt zielgerichtet anzubieten. Wie finde ich nach dem Studium den richtigen Job? Wie bewerbe ich mich nach einigen Jahren Berufserfahrung für eine neue Herausforderung? Was muss ich bei der Bewerbung für Fach- und Führungspositionen beachten? “Fit für die Karriere” gibt hierauf Antwort in fünf Modulen, die nach Bedarf zusammenhängend oder einzeln bearbeitet werden können. Die Gesamtlaufzeit beträgt drei Stunden.
Alle Module sind methodisch abwechslungsreich aufgebaut und ermöglichen ein multimediales, interaktives Lernen. Professionell erstellte Filme mit Praxisbeispielen und Expertenstatements veranschaulichen und erläutern die Lerninhalte. Für sehbehinderte Menschen wird ein barrierefreies DAISY-Hörbuch (Digital Accessible Information System) mit allen Inhalten angeboten.
Mit dem Programm lernen Akademiker, berufliche Orientierung und Bewerbung als planbares Projekt zu verstehen und dieses konsequent umzusetzen. Die oft ungewohnten Prüfungssituationen im Bewerbungsgespräch und Assessment Center werden ausführlich vorgestellt und erläutert. Zu finden ist das Programm auf www.arbeitsagentur.de/karrieremachen unter der Rubrik “Bewerbung”.
3.Sep
2008
Kategorie: News |
Mehr als die Hälfte der deutschen Studenten muss wöchentlich zwischen fünf und 20 Stunden arbeiten gehen, um sich ihr Studium zu finanzieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Darmstädter Beratungsunternehmens univativ und der Commerzbank. Dafür befragten sie knapp 1.000 Studenten an 23 Hochschulen über ihre finanzielle Situation, ihren Lebensstil und ihre Einschätzung zur beruflichen Situation nach dem Studium.
Nur ein Viertel der Befragten gaben an, es sich leisten zu können, gar nicht arbeiten zu müssen, da sie genügend Geld von ihren Eltern, BAFöG, Stipendien oder Darlehen erhalten. Die weitaus größere Zahl muss sich jedoch Geld dazuverdienen. Dabei geben Studentinnen vor allem für Klamotten und Urlaub ihr Geld aus – ihre männlichen Kommilitonen hingegen für Computer und Handys. Gleich viel fließt hingegen ins Feiern. Fünf Prozent aller Studenten wurden als Workaholics eingestuft, die wöchentlich mehr als 20 Stunden arbeiten gehen. “Das Curriculum lässt zu Beginn eines Studiums wenig Luft, deshalb finden sich viele dieser Vielarbeiter in den höheren Semestern. Hinzu kommt, dass der akademische Nachwuchs mit zunehmender Studiendauer über mehr Know-how verfügt und somit als Arbeitskraft für die Unternehmen interessanter wird”, erklärt Olaf Kempin, einer von drei Geschäftsführern von univativ.
Ein weiterer Grund dafür, dass mit zunehmenden Alter mehr gearbeitet wird, sei, dass viele Eltern ihren Sprösslingen von Semester zu Semester den Geldhahn etwas mehr zudrehen. Die Forscher fanden in ihrer Befragung heraus, dass zum Ende des zehnten Semesters die Unterstützung im Durchschnitt um mehr als die Hälfte gekappt wird. “Der Druck auf den akademischen Nachwuchs wächst, seinen eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten, was sich in einer steigenden Wochenarbeitszeit parallel zum Studium widerspiegelt”, so univativ.
Als Motivation für den Studentenjob steht Geld erst an zweiter Stelle und wird mit 55 Prozent der Nennungen nur geringfügig bedeutender eingeschätzt als der mögliche Einstieg in ein Unternehmen über einen Studentenjob. Dieser Sprungbrett-Aspekt gewinnt vor allem gegen Ende des Studiums an Gewicht. Bei Studentenjobs kommt es dem akademischen Nachwuchs vor allem darauf an, Erfahrungen in der Praxis zu sammeln (73 Prozent). Dieser Aspekt ist besonders bedeutend vor dem Hintergrund, dass 68 Prozent der Studenten sehr konkrete Vorstellungen davon haben, in welchem Umfeld sie nach Abschluss des Studiums arbeiten wollen – und zwar unabhängig davon, ob sie parallel zum Studium arbeiten oder nicht. Von daher muss es nicht verwundern, dass nicht Kellner- sondern Bürojobs die beliebtesten Nebentätigkeiten sind.
Gut die Hälfte der Studenten hat kein Problem, Job und Studium unter einen Hut zu bringen. “Unsere Erfahrung ist, dass Studenten, die erfolgreich Projekte in Unternehmen stemmen, auch ihr Studium zügig zum Abschluss bringen”, ergänzt Kempin. Das geht besonders gut, wenn man die Semesterferien nutzt, um Praxisluft zu schnuppern, wie es 51 Prozent der Studenten tun. (pte)
11.Jan
2008
Kategorie: News |
Der IT-Arbeitsmarkt zeigte sich zumindest aus Sicht der Bewerber im vergangenen Jahr von seiner besten Seite: Vor allem junge Kandidaten mit Informatikstudium hatten – und haben auch in diesem Jahr – beste Aussichten auf einen gut bezahlten Job. Nachdem schon 2006 die IT-Jobangebote um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugenommen hatten, waren es 2007 nochmals gut 15 Prozent. In absoluten Zahlen bedeutet das: Im Jahr 2005 waren 20.961 IT-Arbeitsplätze ausgeschrieben, im Jahr darauf 25.412 und im vergangenen Jahr 29.344. Das berichtet die IT-Wochenzeitung “Computerwoche” in ihrer aktuellen Ausgabe unter Berufung auf eine aktuelle Analyse des Personaldienstleisters Adecco, bei der IT-Jobangebote in 40 Tageszeitungen und der Computerwoche ausgewertet wurden.
Die meisten IT-Experten suchten mit 7.473 freien Stellen nach wie vor die Beratungs- und Softwarehäuser – ein Zuwachs um zehn Prozent gegenüber 2006. Am stärksten gestiegen ist der Bedarf im Maschinen- und Fahrzeugbau. Dort wuchs die Zahl der Jobangebote um gut 38 Prozent von 3.271 auf 4.538. Mehr Positionen wurden außerdem im öffentlichen Dienst (2.830, Vorjahr: 2.423), in Konstruktionsbüros (2693, Vorjahr: 1.910) und der Elektrotechnik (2.205, Vorjahr: 2.066) ausgeschrieben.
Wie schon 2006, so waren auch im vergangenen Jahr Software-Entwickler besonders gefragt. Allein 6.534 Offerten erschienen für Programmierer, über 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Noch stärker stieg das Interesse an Internet-Spezialisten, wenn auch auf geringerer Basis. Nach 662 Stellen im Jahr 2005 und 893 ein Jahr darauf wurden 2007 in diesem Bereich 1.265 freie Positionen ausgeschrieben. Größer als 2006 war auch die Nachfrage nach Netz-, Datenbank- sowie Systemspezialisten.
Bei der regionalen Verteilung an freien IT-Stellen liegt erneut Bayern klar vorn. Mittlerweile entfallen ein Fünftel der Angebote (5.645 Offerten) auf das südlichste Bundesland. Es folgen Baden-Württemberg mit 15 Prozent und Nordrhein-Westfalen mit zwölf Prozent.
13.Dez
2007
Kategorie: News |
Bildung erweist sich in unserer Gesellschaft zunehmend als Schlüssel für individuelle Lebens- und Arbeitschancen. Vertraute Bildungsstrukturen wie Schule, Ausbildung und Studium bieten keine ausreichende Grundlage mehr, langfristig auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen.” Das erklärte der Sprecher des Vorstands der Kolping Bildungsunternehmen Deutschland, Werner Sondermann in Berlin. Gemeinsam mit dem Kolpingwerk Deutschland fordern die Bildungsunternehmen verstärkte Anstrengungen der Bundesregierung bei ihrem Konzept des Bildungssparens. Im Mai 2007 hat die Berliner Koalition ein Eckpunktepapier zur Einführung des Bildungssparens verabschiedet.
“Das Konzept geht in die Richtung der Stärkung der Eigenverantwortung des Einzelnen. Das Kolpingwerk Deutschland befürwortet dies”, betont der Bundesvorsitzende des Verbandes Thomas Dörflinger. “Wir regen aber an, möglichst großen Bevölkerungsgruppen eine Förderung zu ermöglichen”, erklärt der Bundestagsabgeordnete. In dem bisherigen Eckpunktepapier seien als Zielgruppe gering verdienende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bis zu einem Einkommen von 17.900 Euro für Alleinstehende und 35.800 Euro für Verheiratete genannt.
“Reformen müssen gesellschaftlich breiter verankert werden”, weiß Thomas Dörflinger. Auch beruflich Etablierte müssten vom Bildungssparen begünstigt werden. “Nur so kann unserer Meinung nach der Bewusstseinswandel für das Thema Weiterbildung innerhalb breiterer Bevölkerungsschichten vorangetrieben werden”, ergänzte Werner Sondermann.
Das Kolpingwerk und seine Bildungsunternehmen schlagen deshalb vor, bei der Förderung von einer Einkommensgrenze abzusehen. Stattdessen soll es eine Förderhöchstgrenze geben, die bei einem Eigenanteil von 50 Prozent eine maximale Weiterbildungsprämie von 500 Euro vorsieht. “So können wir auch Bevölkerungsgruppen erreichen, die bisher kaum oder gar nicht an Weiterbildung teilhaben”, erklärte der Kolping Bundesvorsitzende. Die Diskussion um das Bildungssparen sei als ein Beitrag zu einem Mentalitätswechsel in Richtung auf einen dauerhaften Bildungserwerb zu verstehen. “Weiterbildung kann nur dann erfolgreich sein, wenn die Akzeptanz in der Bevölkerung für dieses Thema gesteigert werden kann”, ergänzte Sondermann.
Das Kolpingwerk Deutschland realisiert vor allem in seinen Bildungswerken berufsbegleitende und persönlichkeitsbezogene Weiterbildungsangebote für mehr als 42.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Jahr.