Archiv für Januar, 2009

Die Zahl der Studierenden an privaten Hochschulen ist in diesem Wintersemester gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent auf rund 35.000 gestiegen. Diese Zahl gab Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart anlässlich des am morgigen Donnerstag in Düsseldorf stattfindenden “Hochschultages der privaten Hochschulen in NRW” bekannt. Erst vor drei Wochen hatte das Innovationsministerium mit der “EBZ Business School” in Bochum, die ab Dezember Studiengänge im Bereich der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft anbietet, die 23. private Hochschule in Nordrhein-Westfalen anerkannt. Damit ist Nordrhein-Westfalen das Bundesland mit den meisten privaten Hochschulen, gefolgt von Baden-Württemberg mit 22 privaten Hochschulen.

Die Zahl der privaten Hochschulen in NRW ist in den vergangenen Jahren stetig angestiegen. Im Schnitt kam in den letzten zehn Jahren jährlich eine neue Hochschule dazu; seit dem Wintersemester 2004/05 hat sich die Zahl der Studierenden nahezu verdoppelt. Pinkwart unterstrich die Bedeutung der nichtstaatlichen Hochschulen: “Unterschiedliche Hochschulformen sind gut für die Hochschullandschaft. Sie schaffen produktiven akademischen Wettbewerb und sind eine wichtige Bereicherung unserer Hochschullandschaft auf dem Weg zum Innovationsland Nr. 1.” Weitere Anfragen zu Hochschulgründungen liegen dem Ministerium vor. “Ich begrüße diese Entwicklung auch mit Blick auf den notwendigen Ausbau der Hochschullandschaft wegen der zu erwartenden steigenden Studierendenzahlen in den kommenden Jahren sehr”, so Pinkwart.

Nordrhein-Westfalen hat zurzeit insgesamt 61 Hochschulen mit über 470.000 Studierenden. Die 14 Universitäten, 12 Fachhochschulen, sieben Kunst- und Musikhochschulen und fünf Verwaltungshochschulen in staatlicher Trägerschaft bilden mit den 23 privaten Hochschulen die dichteste Hochschullandschaft in Europa.

Eine Hochschulkarte finden Sie im Internetangebot des Ministeriums unter http://www.innovation.nrw.de.

Besser geht’s nicht bei der Berufswahl: Den einen Tag an der Hochschule Niederrhein die Wissenschaft eines Faches wie etwa Maschinenbau, Gesundheitswesen oder Ernährungslehre kennen lernen und am anderen Tag in einem Betrieb überprüfen, wie das Fach in der Arbeitswelt praktiziert wird. An diesem spannenden Experiment nahmen neun Schülerinnen und Schüler der Stufe 12 der Gesamtschule Volksgarten in Mönchengladbach teil. Das zweiwöchige duale Orientierungspraktikum ist ein Pilotprojekt, das von der Landesregierung NRW und der Bundesagentur für Arbeit unterstützt wird.

Und es war aus Sicht aller Beteiligten ein voller Erfolg. “Uns ist es wichtig, dass die Erstsemester gut informiert und mit einer durchdachten Studiengangswahl an die Hochschule kommen”, betont Studienberaterin Kirsten Möller-Nengelken. Die Hochschule Niederrhein strebe an, zu einem festen Zeitpunkt auch anderen Schulen einmal jährlich die Möglichkeit einer “Parallel-Erfahrung” von Hochschule und Betrieb anzubieten. Ausschlaggebend dafür sei das überzeugende feed-back des Pilotversuchs.

In fünf Fachbereichen in Krefeld und Mönchengladbach konnten die Schüler, betreut von Tutoren, an allen regulären Seminaren, Vorlesungen und Praktika teilnehmen. Und natürlich so viel und so lange fragen, wie sie wollten. “Es war sehr interessant und eine super Erfahrung, die jeder einmal machen sollte. Das Studium ist nicht mit der Schule vergleichbar, weil man viel mehr Verantwortung hat”, sagt ein 18-Jähriger. Und Lehrerin Ute Schiffer, die gemeinsam mit Hartmut Mossing das Praktikum betreute, ergänzt: “Unsere Schüler sollen über den Tellerrand schauen. Die Erfahrungen, die sie sammeln, hat meistens niemand in ihren Familien vorher gemacht”. Die Schüler seien geradezu begeistert gewesen von ihrem Ausflug in die Welt der angewandten Wissenschaft.

Als einzige öffentlich-rechtliche deutschsprachige Fernuniversität weltweit ist die FernUniversität in Hagen eine echte Alternative zum Präsenzstudium. Sie bietet Bachelor- und Masterstudiengänge sowie Weiterbildungsprogramme in den Fakultäten Kultur- und Sozialwissenschaften, Mathematik und Informatik, Wirtschaftswissenschaft und in der Rechtswissenschaftlichen Fakultät. Ganz neu im Programm ist der Bachelorstudiengang Psychologie. Er wird seit dem Wintersemester 2008/09 angeboten.

Alle Studiengänge der FernUniversität sind ohne Numerus Clausus zugänglich. Mindestens bis einschl. Sommersemester 2010 erhebt sie keine pauschalen Studienbeiträge. Lediglich moderate Materialbezugsgebühren müssen ihre Studierenden entrichten, die dafür jedoch zuhause studieren können.

Unsere Studierenden:

Mit 55.000 Studierenden im Wintersemester 2008/09 gehört die FernUniversität zu den größten Hochschulen der Bundesrepublik. Gleichzeitig ermöglicht ihr höchst flexibles Studiensystem durch den Einsatz modernster Medien und Kommunikationstechnologien individuelles Studieren. Insbesondere Berufstätige nutzen die Chance, flexibel und nach eigener Zeiteinteilung parallel zu ihrer Arbeit an der FernUniversität zu studieren. Eine gute Option ist die FernUniversität zudem für Abiturientinnen und Abiturienten, die neben ihrer Berufsausbildung studieren oder sich bewusst für ein Fernstudium als Alternative zum Präsenzstudium entscheiden. Auch wer nach dem Abitur während des Zivil- bzw. Bundeswehrdienstes oder eines sozialen Jahres ins Studium einsteigen möchte, kann sich an der FernUniversität einschreiben. Und wer schon als Schülerin oder Schüler ein Studium ausprobieren will, kann im Akademiestudium erste Module absolvieren.

Unser Studiensystem:

Das Studium an der FernUniversität funktioniert nach der Methode des Blended Learning – das ist ein Mix aus verschiedenen Medien vom bewährten Studienbrief bis zum Lernen über das Internet. Wichtige Bestandteile sind Präsenzphasen, in denen man andere Studierende und Lehrende kennenlernen kann.

Für die fachliche Betreuung der Studierenden stehen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Hagen sowie Mentorinnen bzw. Mentoren in den etwa 50 Studienzentren der FernUniversität zur Verfügung. In diesen regionalen Zweigstellen können die Studierenden zudem wohnortnah die allgemeine Studienberatung, Bibliotheken und Medientechnik nutzen. Auch Unterstützung in studientechnischen und administrativen Angelegenheiten ist hier erhältlich.

Weitere Informationen:
Online: www.fernuni-hagen.de
oder im Service-Center: Tel. 02331- 987-2444

Persönliche Information und Beratung in der Region:
Studienzentrum Leverkusen,
Friedrich-Ebert-Platz 11 51373 Leverkusen
Tel. 0214/ 31 01 34-0, Fax 0214/ 31 01 34-4
E-Mail: studienzentrum.leverkusen@fernuni-hagen.de

NRW-Wissenschaftsminister Pinkwart will zum Wintersemester 2009/2010 ein neues Stipendiensystem für Studierende einführen. Das Stipendium soll 300 Euro pro Monat betragen und einkommensunabhängig sein. Ein Eignungstest, für den eine “normale Begabung” reiche, soll über die Bewilligung der Stipendien entscheiden. In einem ersten Schritt sollten mindestens 1.300 Studenten davon profitieren, sagte der Minister.

Innerhalb von fünf Jahren sollten dann zehn Prozent der Studenten an den Universitäten und Fachhochschulen ein Stipendium bekommen. Staat und Wirtschaft sollten sich die Kosten teilen, schlug Pinkwart vor. Ziel sei es, die Quote der Stipendiaten an den Hochschulen in den nächsten fünf Jahren von derzeit knapp zwei auf zehn Prozent zu steigern.

(Quelle: wdr.de)