Archiv für April, 2008

Studenten aus reichen Familien erhalten in Deutschland fast die gleiche finanzielle Unterstützung vom Staat wie bedürftige Hochschüler. Das geht nach Informationen der ZEIT aus einer bislang unveröffentlichten Untersuchung des Hochschul-Informations-Systems (HIS) hervor. Die Studie addiert sämtliche Beihilfen und Steuerleichterungen, mit denen der Staat Studierende und ihre Familien unterstützt. Danach erhält ein angehender Akademiker einfacher Herkunft laut HIS-Berechnung im Schnitt 5720 Euro im Jahr aus öffentlichen Kassen, unter anderem aus dem Bafög. Studenten aus vermögendem Haus kommen im Familienrahmen auf jährlich 5136 Euro, unter anderem über Ausbildungs- oder Unterhaltsfreibeträge für die Eltern.

Die international angelegte Studie vergleicht auch, auf welchen Wegen der Staat die akademische Ausbildung subventioniert. Dabei kommt heraus, dass die Studienfinanzierung in keinem anderen Land “so kompliziert und intransparent ist wie in Deutschland”, sagt HIS-Geschäftsführer Martin Leitner. Insbesondere die vielfältigen Unterstützungsleistungen an die Eltern der Studenten sind im internationalen Vergleich einzigartig. Insgesamt profitierten deutsche Studenten “weit mehr als in anderen Ländern von staatlichen Hilfen”, sagt die Leiterin der Studie Astrid Schwarzenberger. (ots)

Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter und die Bergische Universität Wuppertal haben eine dauerhafte Zusammenarbeit vereinbart. Der Vertrag für die Kooperationen in Lehre und Forschung wurde gestern in den Räumen der Alanus Hochschule unterschrieben. Es ist das erste Mal in Nordrhein-Westfalen, dass eine nichtstaatliche und eine staatliche Hochschule in der Lehrerbildung kooperieren.

Marcelo da Veiga, Rektor der Alanus Hochschule betonte: “Es ergeben sich Vorteile für beide Hochschulen”. Für die Studenten im Studiengang Lehramt Kunst an der Alanus Hochschule besteht in Zukunft die Möglichkeit, sich durch Seminarangebote der Universität Wuppertal für ein zweites Unterrichtsfach zu qualifizieren.

Volker Ronge, Rektor der Universität Wuppertal, freute sich über die Erweiterung von Forschung und Lehre: “Die Kunstpädagogik an der Universität Wuppertal profitiert durch das besondere Angebot der Alanus Hochschule”. Gemeinschaftliche Forschungsprojekte werden die Kooperationsbeziehungen der Hochschulen weiter vertiefen. In Zukunft soll außerdem die Möglichkeit zur hochschulübergreifenden Promotion in den Fächern Pädagogik und Kulturwissenschaften bestehen. (ots)