Archiv für Januar, 2008
24.Jan
2008
Kategorie: News |
Eine vom Meinungsforschungsinstitut infratest im Auftrag des LOS-Verbundes durchgeführte repräsentative Erhebung ergab, dass in Familien mit schulpflichtigen Kindern bei Entscheidungen in wichtigen schulischen Angelegenheiten in jedem dritten Fall (34 %) die Mutter das letzte Wort hat. Nur in jeder fünfzehnten Familie (7 %) hat der Vater die Entscheidungsgewalt, wenn es um die schulische Bildung des Kindes geht. Damit treffen deutsche Väter seltener die wichtigen Entscheidungen als die betroffenen Kinder, die immerhin in jeder achten Familie (12 %) über sich selbst bestimmen können.
Größtenteils wird in deutschen Familien (47 %) im Konsens zwischen gleichberechtigten Partnern entschieden, entweder nur zwischen Vater und Mutter (22 %) oder unter Einbeziehung des betroffenen Kindes (25 %). Uneinig sind sich Männer und Frauen vor allem in der Bewertung der Rolle des Vaters. Während die Entscheidungshoheit von Müttern von beiden Geschlechtern nahezu gleich gesehen wird, scheinen Männer ihren Einfluss deutlich zu überschätzen: So geben zwölf Prozent der befragten Männer, aber nur zwei Prozent der befragten Frauen an, dass die schulische Bildung des Kindes maßgeblich eine Angelegenheit des Vaters sei.
Markante Unterschiede finden sich auch zwischen Ost- und Westdeutschen: So haben westdeutsche Väter in acht Prozent der Familien mit schulpflichtigen Kindern in Bildungsfragen das Sagen. In den neuen Bundesländern sind dies deutlich weniger (1 %).
In einer repräsentativen Erhebung, durchgeführt im November 2007, mit mehr als 1000 Teilnehmern aus Familien mit schulpflichtigen Kindern wurde gefragt: Wer trifft in Ihrer Familie bei wichtigen schulischen Angelegenheiten letztendlich die Entscheidungen? Auftraggeber der Befragung war der Verbund der LOS. Die privaten Fördereinrichtungen helfen seit 25 Jahren an inzwischen über 200 Standorten in Deutschland, Österreich und Luxemburg Kindern und Jugendlichen mit besonderen Problemen im Lesen und Rechtschreiben.
17.Jan
2008
Kategorie: News |
Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft will die Hochschullehre aus ihrem Schattendasein holen. Mit einem Förderprogramm “Exzellenzinitiative für die Lehre” sowie der Gründung einer “Deutschen Lehrgemeinschaft” will der Stifterverband den Stellenwert und die Qualität der Lehre an den deutschen Hochschulen erhöhen. “Ziel ist es, im deutschen Hochschulsystem langfristig eine Lehrkultur zu etablieren, die denselben Qualitätsansprüchen genügt wie die Forschung”, sagte der Präsident des Stifterverbandes, Arend Oetker, in Berlin.
Herzstück der Initiative ist ein Wettbewerb um die besten Zukunftsstrategien der Hochschulen für Lehre und Studium. Der Wettbewerb soll Universitäten und Fachhochschulen dabei unterstützen, ihr Renommee als Ausbildungsstätte zu steigern. Die ausgezeichneten Hochschulen sollen sich zu einem “Qualitätszirkel” zusammenschließen und eine “Charta guter Lehre” erarbeiten. Gemeinsam mit Partnern aus Unternehmen und Stiftungen will der Stifterverband den Wettbewerb mit fünf Millionen Euro dotieren.
Darüber hinaus erhofft der Stifterverband eine staatliche Ko-Finanzierung des Wettbewerbs in gleicher Höhe. “Gespräche mit der Kultusministerkonferenz sind weit gediehen”, sagte Oetker. Darüber hinaus setzt sich der Stifterverband für die Gründung einer “Deutschen Lehrgemeinschaft (DLG)” analog zur Deutschen Forschungsgemeinschaft ein. Sie soll innovative Lehrvorhaben fördern. Nach den Vorstellungen des Stifterverbandes sollen Hochschulen Mitglied in der DLG werden, wenn sie Mindeststandards guter Lehre erfüllen. So soll die Lehrqualifikation bei Berufungen stärker berücksichtigt werden oder das Lehrpersonal regelmäßig weitergebildet werden.
Beim finanziellen Aufbau einer solchen DLG erwartet Arend Oetker eine maßgebliche Beteiligung des Bundes. An die Länder appellierte er, “etwaige mit der Föderalismusreform entstandene verfassungsrechtliche Bedenken beiseite zu lassen”. Angesichts jahrelanger Unterfinanzierung des Hochschulsystems, brauche Deutschland eine “nationale Kraftanstrengung” und eine substanzielle Investition der öffentlichen Hand.
16.Jan
2008
Kategorie: News |
Wer in diesem Jahr bei Deutschlands größtem Existenzgründer-Planspiel mitmachen möchte, sollte sich beeilen: Die Partner stern, Sparkassen, ZDF und Porsche rufen Deutschlands Schüler ab 16 Jahren erneut auf, sich noch bis 13. Februar 2008 für eine Teilnahme zu bewerben. Während der viermonatigen Spielphase lernen die Jugendlichen die Welt der Wirtschaft kennen und stellen ihre unternehmerischen Fähigkeiten durch das Erstellen eines fiktiven Geschäftsplans unter Beweis. Die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Gründung und die Kontakte zu echten Unternehmern vermitteln neben theoretischem Wissen auch den praktischen Bezug zur Wirtschaft. Lehrer können das Planspiel in den Unterricht einbinden. Spielplattform des Wettbewerbs ist das Internet.
Eine Fachjury aus Finanz- und Wirtschaftsexperten bewertet Ende Mai die eingereichten Geschäftskonzepte der Teams und erstellt ein schriftliches Feedback. Die zehn besten Geschäftskonzepte werden im Juni auf der Bundessiegerehrung in Hamburg mit Geldpreisen und Siegerurkunden ausgezeichnet. Das Sieger-Team erhält im Rahmen der Verleihung des Deutschen Gründerpreises außerdem die Auszeichnung in der Kategorie Schüler. Die fünf besten Teams fahren im Herbst 2008 ins Future Camp, einem speziell für die Teilnehmer entwickelten Management- und Persönlichkeitstraining.
Weitere Informationen sowie Material zur Einbindung in den Unterricht finden Sie unter www.deutscher-gruenderpreis.de/schueler.
14.Jan
2008
Kategorie: News |
Die Fachhochschule Hannover startet zum Wintersemester 2008/09 den im deutschen Sprachraum einzigartigen Masterstudiengang Fernsehjournalismus. In dem zweijährigen Vollzeitstudium spezialisieren sich die Studierenden gezielt in den neuesten technischen und inhaltlichen Entwicklungen der Fernsehjournalismus- und Corporate-Media-Branche. Der Studiengang richtet sich an Studierende aus den Studiengebieten der Medien- und Kommunikationswissenschaft mit ersten Erfahrungen (mindestens einem einschlägigen Praktikum von vier Monaten) im Fernsehjournalismus.
Namhafte Produktionsfirmen und Fernsehsender wie Sat.1, der NDR, RTL, AZ Media, die bereits Partner des Bachelorstudiengangs Journalistik sind, signalisieren ihr großes Interesse an qualifizierten Absolventen mit dieser fachlichen Spezialisierung. Rainer Hirsch, Leiter des ZDF Landesstudios Niedersachsens: “Das Angebot wird dazu beitragen, dem journalistischen Handwerk zu profunder Basis und damit auch zu höherer Glaubwürdigkeit zu verhelfen.” Tita von Hardenberg, Geschäftsführerin von Kobald Productions , Berlin und Moderatorin des Zeitgeistemagazins Poylux (ARD) zu dem neuen Studiengang: “Der Markt braucht sehr gut ausgebildete Fernsehjournalisten, die sich nicht nur im redaktionellen Bereich auskennen, sondern auch technische Grundkenntnisse in der Produktion und Postproduktion haben.”
Neben den Hörsälen und der umfangreichen Bibliothek der FH Hannover am Standort Expo-Plaza stehen den Masterstudierenden ein Fernsehstudio, 16 AVID-Schnittplätze, ein Hörfunkstudio und mehrere analoge und HD-Fernsehkameras zur Verfügung. Das praxisorientierte Studium, das von wissenschaftlichen Lehrangeboten aus dem Bereich der Marktentwicklung, der Analyse neuer Produktionsmodelle, der Medienökonomie und des Medienrechts begleitet wird, schließt mit einem Master of Arts in TV-Journalism ab, der auch zur Aufnahme eines Promotionsstudiums berechtigt.
Bis zum 29. Februar 2008 können sich Interessierte auf einen Studienplatz bewerben.
Weitere Informationen liefert die Webseite des Studiengangs: http://www.fakultaet3.fh-hannover.de/de/studium/master/MFJ/.
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