Archiv für Dezember, 2007

Die Mehrheit der Fach- und Führungskräfte in Deutschland erwartet von potenziellen Arbeitgebern eine schnelle verbindliche Antwort auf Online-Bewerbungen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von stellenanzeigen.de, an der sich 1.350 Nutzer der Online-Jobbörse beteiligt haben.

Zur Frage, bis wann sie bei Online-Bewerbungen eine “erste, verbindliche Rückmeldung” erwarteten, die über die “reine Eingangsbestätigung” hinausgeht, entschieden sich 26,1 Prozent für die Antwortoption “nach wenigen Tagen”. 27,2 Prozent gaben potenziellen Arbeitgebern eine Woche Zeit, für zwei Wochen entschieden sich 28,9 Prozent der Umfrageteilnehmer. Nur eine kleine Minderheit wollte sich nach eigenen Angaben länger als zwei Wochen gedulden: Bei acht Prozent reichte es für drei, bei 6,2 Prozent für vier Wochen.

“Qualität und Schnelligkeit im Recruitingprozess sind ein wichtiger Faktor dafür, wie Arbeitgeber im Bewerbermarkt wahrgenommen werden. Unternehmen, die diese Erwartungshaltung im Auge behalten, leisten damit einen wichtigen Beitrag zu einer starken Arbeitgebermarke”, sagt Michael Weideneder, Geschäftsführer von stellenanzeigen.de.

Lean Manufacturing, Prozessoptimierung und Shopfloor-Diagnosen in einer realen Produktionsstraße stehen im Mittelpunkt des neuen Recruiting-Workshops “Model Factory”. Die eineinhalbtägige Veranstaltung der Unternehmensberatung McKinsey & Company bietet ausgewählten Teilnehmern aus Europa die Möglichkeit, die Prinzipien und Methoden der modernen, prozessorientierten Optimierung praxisnah zu erlernen.

Stattfinden wird der “Model Factory”-Event vom 28. bis 29. Februar 2008 im Center für industrielle Produktion (CiP) an der TU Darmstadt, das in Zusammenarbeit mit McKinsey & Company entwickelt wurde. Interessierte Studenten im Hauptstudium und Doktoranden sowie Young Professionals mit Erfahrungen in Manufacturing, Produktion oder Produktentwicklung können sich ab sofort bewerben. Die Frist endet am 28. Januar 2008.

“Bei diesem Workshop bieten wir jungen Talenten die Gelegenheit, Methoden des Lean Manufacturing und des Smart Product Development in einer realen Produktionsumgebung zu trainieren”, sagt Dr. Enno de Boer, Partner bei McKinsey, über den Event. In der in Europa einzigartigen Modellfabrik erhalten die jungen Akademiker Einblicke in die Praxis der Prozessoptimierung und die Arbeitsweise der Operations Practice von McKinsey. Die 500 m2 große Anlage in einem futuristischen Neubau auf dem Campus spiegelt alle Stufen eines effizienten Produktionsprozesses wider – von der Layoutgestaltung und Fertigungssteuerung über die Instandhaltung bis hin zur Qualitätssicherung. “Operative Veränderungen können in der Fabrik veranschaulicht und risikofrei erlebt werden”, betont Christopher Schorling, Partner im Frankfurter Büro der weltweit führenden Topmanagement-Beratung. Angeleitet werden die Teilnehmer von erfahrenen Consultants. Die Veranstaltung wird zudem durch ein attraktives Rahmenprogramm abgerundet.

Der Standort Deutschland profitiert vom zunehmenden Auslandsengagement der deutschen Unternehmen. Allein die Exportwirtschaft hat seit Juli 2006 in Deutschland zusätzlich rund 200.000 Arbeitsplätze geschaffen. Selbst der wachsende Einsatz von Kapital im Ausland bringt ein deutliches Plus an inländischer Beschäftigung. Das ist das zentrale Ergebnis der Umfrage “Going International 2007″, die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern (IHKs) und deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) durchgeführt hat. Insgesamt 3.600 auslandsaktive Unternehmen im In- und Ausland haben sich daran beteiligt.

Erfolgreiche deutsche Unternehmen sind im Ausland breit aufgestellt, der Internationalisierungsgrad ist hoch – nicht nur bei den “Global Playern”. Typische Mittelständler sind im Schnitt auf 16 Auslandsmärkten aktiv. Die Frage, wo sich Mittelständler engagieren, hängt entscheidend davon ab, auf welchen Märkten sie die größten Wachstumspotenziale sehen. Und die liegen nicht immer in den Megamärkten: In Ländern wie Rumänien, Griechenland, den baltischen Staaten, Weißrussland und den lateinamerikanischen Ländern wird die größte Dynamik in der Geschäftsentwicklung der nächsten Jahre erwartet. Dagegen verspricht sich die Wirtschaft von den europäischen Märkten, in denen deutsche Unternehmen traditionell ihre Haupthandelspartner finden, keine derart dynamischen Wachstumspotenziale.

Im Jahr 2007 haben insgesamt 358.217 junge Menschen in Deutschland ein Studium aufgenommen, das sind 13.250 oder 3,8 Prozent mehr als im Jahr 2006. Die am Mittwoch vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zeigen, dass der in den vergangenen Jahren zu beobachtende Abwärtstrend bei den Studienanfängerzahlen in 2007 gestoppt ist. Bundesbildungsministerin Annette Schavan zeigte sich erfreut: “Der positive Trend ist insbesondere auch ein Erfolg des Hochschulpakts 2020. Unser Ziel ist es, 40 Prozent eines Jahrgangs für ein Hochschulstudium zu gewinnen. Gemeinsam mit den Ländern haben wir mit dem Hochschulpakt 2020 eine wichtige Grundlage geschaffen, die jetzt positive Auswirkungen zeigt. Die Hochschulen haben einen ersten Meilenstein erreicht, um die im Hochschulpakt vereinbarte Zielmarke von rund 90.000 zusätzlichen Studienanfängern zu erreichen. Die Zahlen zeigen aber auch, dass hierfür noch erhebliche Anstrengungen notwendig sind.” Die Studienanfängerquote liegt in diesem Jahr bei 36,6 Prozent, im Studienjahr 2006 lag sie noch bei 35,7 Prozent.

Insbesondere die Hochschulen in den neuen Ländern können einen deutlichen Zuwachs verzeichnen: Die Zahl der Studienanfänger ist dort um knapp 9 Prozent gegenüber 2006 gestiegen. “Das Ergebnis zeigt, dass die Hochschulen in den neuen Ländern in der Beliebtheit der Studienanfänger deutlich gewonnen haben”; betonte Schavan.

Erfreulich sind zudem die Ergebnisse für einige der so genannten MINT-Fächer. Die Zahl der Studierenden im 1. Fachsemester ist in den Fächern Informatik um 4 Prozent, im Maschinenbau/Verfahrenstechnik um 9,8 Prozent, in der Elektrotechnik um 3,5 Prozent und im Bauingenieurwesen um 17,9 Prozent gestiegen.

Die Zahlen zeigen zudem, dass die zusätzlichen Mittel des Hochschulpaktes von vielen Ländern insbesondere zum Ausbau der Fachhochschulen eingesetzt werden. Die Zahl der Studienanfänger liegt dort mit 118.204 in diesem Jahr um 8,3 Prozent höher als im Jahr 2006 (109.189).

In dem im Juni 2007 zwischen Bund und Ländern geschlossenen Hochschulpakt 2020 wurde die Aufnahme von rund 90.000 zusätzlichen Studienanfängern bis 2010 vereinbart. Der Bund stellt bis 2010 hierfür Mittel in Höhe von 565 Millionen Euro zur Verfügung.

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