Archiv für November, 2007

Schüler dürfen ihre Lehrer auch weiterhin im Internet benoten. Die Bewertung im Internetportal “spickmich” sei vom Grundrecht auf freie Meinungsäußerung gedeckt, entschied das Kölner Oberlandsgericht am Dienstag. Es wies damit die Berufung einer Gymnasiallehrerin zurück, die schon in erster Instanz unterlegen war. Schulministerin Barbara Sommer erklärte zu dem Urteil: “Schülerinnen und Schüler, die ernsthaft Anregungen geben und ihre Belange vertreten wollen, sollten ihren Lehrern keine Noten über Internet-Foren geben. Schüler möchten ja auch nicht öffentlich benotet werden.” Gleichzeitig fügte sie hinzu: “Ich halte viel davon, dass Schüler ihren Lehrern rückmelden, wie sie den Unterricht erleben- dies allerdings in der Schule und nicht in der Öffentlichkeit. Kritik sollte konstruktiv sein. Sie sollte dem Austausch dienen und Verbesserungen anstreben. Wenn ich mein Gegenüber aber erst mal öffentlich vorführe, kann ich schwerlich einen offenen Dialog erwarten”, so Ministerin Sommer. In dem vor dem Oberlandesgericht verhandelten Fall sieht sich die Pädagogin durch ihre Benotung verunglimpft und hatte die Veröffentlichung ihrer Daten per einstweiliger Verfügung verbieten lassen wollen. In dem Portal “spickmich” werden Lehrer in Kategorien wie “gut vorbereitet”, “faire Noten” oder “menschlich” auf einer Notenskala von 1 bis 6 bewertet.

Das OLG erklärte, die von den Schülern anonym abgegebenen Benotungen seien Werturteile, die nicht unzulässig in das Persönlichkeitsrecht der Lehrerin eingriffen. Mit Kriterien wie “guter Unterricht” oder “fachlich kompetent” werde konkret die Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit bewertet, hieß es in dem Urteil, gegen das keine weiteren Rechtsmittel möglich sind (AZ: 15 U 142/07). Eine “beleidigende Schmähkritik” sah das Gericht bei dem von drei Kölner Studenten betriebenen Portal nicht. Die Pädagogin werde auch nicht an den Pranger gestellt. Die Beurteilung kann laut OLG stattdessen der “Orientierung von Schülern und Eltern dienen und zu einer wünschenswerten Kommunikation, Interaktion und erhöhten Transparenz führen.”

Das Gericht berücksichtigte bei seiner Entscheidung auch, dass die Benotungen nicht allgemein für jedermann zugänglich seien. Die Namen der Pädagogen würden nur unter den einzelnen Schulen aufgeführt. Lehrer, Eltern oder Schüler müssten sich anmelden, um Zugang zu erhalten. Es handele sich also nicht um eine allgemein zugängliche, öffentliche Seite. Mittlerweile bewerten mehr als 250.000 Schüler ihre Lehrer in dem Portal. Auch bei personenbezogenen Bewertungen wie “cool” oder “peinlich” sah das Gericht keine Diffamierung oder Herabsetzung. Es müsse auch der Sprachgebrauch von Jugendlichen berücksichtigt werden. Ob auch “sexy” oder “hässlich” zulässige Äußerungen seien, prüfte der Senat nicht, da diese Kriterien inzwischen von den Betreibern entfernt worden seien.

In der SCALA Akademie für Gesang und Entertainment läuft derzeit die Bewerbungsphase für die Ausbildung 2008, die im Januar beginnt. Einige Plätze sind noch frei. Voraussetzung für eine Aufnahme in die Akademie ist der Eingang der Bewerbungsunterlagen sowie die Durchführung eines Eignungstestes, in dem die individuellen Fähigkeiten der Bewerber ausgelotet werden, um so eine optimale Kursauswahl zu ermöglichen.

Wesentliche Kursinhalte der SCALA sind Stimmbildung und Gesang (Pop, Rock, Musical und klassische Operette), Schauspiel und Szenenstudium, Bewegung und Tanz, Interpretation und Korrepetition, Moderation, Kamera- und Interview-Training, Bühnenpräsenz, Typ- und Stilberatung sowie Vertrags- und Sozialrecht für Künstler.

Ein internationales Dozententeam unter Leitung von Anke Lautenbach unterrichtet in einem interdisziplinär ausgerichteten Baukastensystem in Kursen und Workshops, die nach den Talenten, Fähigkeiten und Bedürfnissen der Teilnehmer zusammengestellt werden. Darüber hinaus erhalten die Kursteilnehmer die Möglichkeit, schon während der Ausbildung gemeinsam mit ihren Kollegen auf der Bühne der SCALA vor Publikum in eigenen Produktionen oder bei Konzerten aufzutreten.

Interessenten richten ihre Bewerbung postalisch an SCALA Akademie für Gesang und Entertainment, Friedrichstraße 101, 10117 Berlin, oder senden eine entsprechende Email an info@scala-akademie.de.

Am Samstag, den 1. Dezember 2007 von 10 bis 14 Uhr informiert die Europäische Fachhochschule (EUFH) am Tag der offenen Tür über die Möglichkeiten und Chancen einen dualen Wirtschaftsstudiums in den Bereichen Handel, Industrie, Logistik, Bauwirtschaft, Wirtschaftsinformatik oder Finanz- und Anlagemanagement. Alle Studieninteressierten, aber natürlich auch ihre Eltern und Freunde, sind herzlich eingeladen.

Im stilvollen Ambiente und in den modern ausgestatteten Räumen der Hochschule an der Kaiserstraße 6 gibt es Gelegenheit zu Informationsgesprächen über die Studieninhalte, das besondere Konzept des dualen Studiums, das Aufnahmeverfahren an der EUFH oder auch über die ausgezeichneten Berufseinstiegschancen für Absolventen. Es wird auch genügend Zeit für eine individuelle Beratung sein. Dozenten, Mitarbeiter und Studierende der EUFH freuen sich auf viele Besucher und auf interessante Gespräche.

Die EUFH ist eine staatlich anerkannte, private Fachhochschule, deren Studiengänge in nur sechs Semestern zum Bachelor-Abschluss führen. Das duale Studium sorgt für eine optimale Verzahnung von wissenschaftlicher Theorie und betrieblicher Praxis. Die Studierenden können während der ersten zwei oder zweieinhalb Jahre eine kaufmännische Berufsausbildung mit anschließender IHK-Prüfung absolvieren.

Die mit der EUFH kooperierenden Wirtschaftsunternehmen in ganz Deutschland und in der Region stellen Ausbildungs- und Praktikumsplätze zur Verfügung. Sie gewähren den Studierenden intensive Einblicke in branchenspezifische Betriebsabläufe.

Ein kontinuierliches Fremdsprachentraining, ein Auslandssemester an einer Hochschule nach Wahl und ein professionelles „Soft Skills Development“ bereiten die Studierenden ideal auf eine Tätigkeit im internationalen Management vor.

Eine der Hauptaufgaben der UN-Dekade in Deutschland ist die Vernetzung und Unterstützung der Akteure, die besonders auf lokaler Ebene im Bereich der “Bildung für nachhaltige Entwicklung” aktiv sind. Die nordrhein-westfälische Landesinitiative “NRW: Neues Lernen” hat hierzu einen erfolgreichen Beitrag geleistet. Im Rahmen des diesjährigen Runden Tisches der “Weltdekade der Vereinten Nationen 2005 bis 2014″ in Deutschland am 27. November wurde die Initiative in Stuttgart jetzt als “Offizielles Projekt der Weltdekade der Vereinten Nationen der Bildung für nachhaltige Entwicklung” ausgezeichnet.Die Projekte werden durch das deutsche Nationalkomitee ausgewählt und machen den Fortschritt der Dekade in Deutschland sichtbar.

“NRW denkt nach(haltig)” – unter diesem Motto widmete sich “NRW: Neues Lernen” in diesem Jahr erstmals dem Thema “Bildung für nachhaltige Entwicklung”. Auf der Online-Plattform www.nrw-neueslernen.de wurden zwischen Juni und Dezember 2007 rund 120 Veranstaltungen, Workshops, Lesungen und andere Aktionen zu den verschiedenen Aspekten der Nachhaltigkeit präsentiert und durch Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Am 30. November 2007 werden fünf Gewinnergruppen in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Schulen, Jugendgruppen, eine Bibliothek und ein Kulturverein werden dann mit Preisgeldern für ihre kreativen und engagierten Beiträge zu den sozialen, ökonomischen und ökologischen Aspekten der Nachhaltigkeit geehrt.

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